Mongolei 2006 - Tag 9 (1)
Erlebt am 15. Juli 2006, Entlang Mongol Els
(Karte: Moltsog Els) bis zum Khar Uus – See (Karte: Har nuur)
Pannen gehören dazu
Bilder folgen nach und nach
Es ist in dieser Nacht richtig warm, so dass wir den Schlafsack nicht bräuchten.
Wir haben eine frühere Tagwache vereinbart und sind schon um halb sieben auf den Beinen. Und um 7h45 fahren wir ab, denn wir möchten versuchen, etwas Strecke gut zu machen und das Tagesziel ist entsprechend ehrgeizig definiert.
Wir kommen gut voran und geniessen schon bald einen atemberaubenden Panorama-Blick auf Mongol Els.

Schnell bekommt der Tag mehr Licht und der Boden damit Farbe…

Ein bedeckter Himmel spannt sich über grüne, endlose Weiden.

Zum Fotografieren gibt es auch hier genügend Sujets…


In der Leere sehen wir plötzlich eine einzelne versprengte Antilope. Selten ist mir dieses Tier schutzloser erschienen…
Im Dorf Dorvoljin finden wir Diesel. Für alles scheint gesorgt. Ein guter Stern steht über unserer Reise. Baktar und Ono kontrollieren immer wieder die Karte. Beide sind sehr bemüht, uns gut zu führen. Dennoch ist es ratsam, jede Begegnung mit Nomaden zur Erkundigung zu nutzen.

Dann beginnt es zu regnen, so dass wir unser einfaches Picknick zum ersten Mal sehr improvisiert im Auto veranstalten, die Wurstscheiben auf den Knien balancierend…
Die Erfahrung lehrt mich, dass es mit meiner Gelenkigkeit nicht mehr allzu weit her ist…
Dabei sorgen die Wellbrettpisten für eine gute Durchblutung von Hintern und Rückenpartie, aber die quer zur Fahrtrichtung stehenden Rippen der Piste werden am Nachmittag weicher und sind damit von Baktar deutlich „rumpelschwächer“ zu meistern.
Für einen kleinen Laster sind die aufs Fahrwerk hämmernden Bodenrippen dennoch zuviel.

Es ist nicht üblich, ein Reserverad mitzuführen. Also wird in einem solchen Fall der Reifen von Hand von der Felge gewuchtet (und vor allem nachher genau so wieder aufgezogen!). Und versuchen Sie mal, einen geflickten Schlauch eines Autoreifens mit einer Handpumpe wieder aufzupumpen…
Es ist nicht unbedingt ratsam, in einem solchen Fall Einheimischen helfen zu wollen. Zeit ist kein Problem. Ungeschicklichkeit schon eher, vermute ich zumindest. Also vertreiben wir uns die Zeit mit Erkundigungen…




Nahaufnahmen/Makros: (c) Thinkabouts Wife
