Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Ein Tag zum ver...

∞  1 Dezember 2008, 15:35

Ich weiss, ich habe heute einen Termin. Aber der Herr Kunde hat noch nicht erklärt, wann er mich sehen will. Um fünf vor acht weiss ich es: Am liebsten sähe er mich sogleich, was meinen sofortigen Aufbruch ohne Frühstückskaffee erfordert, und das macht mich in aller Regel leicht stinkig. Ein richtiger Charaktertest ist das also.

Das kurze Meeting ist dann noch etwas kürzer, mein Kunde ist krank. Halskrank.

Dann stelle ich fest, dass es die Wilkinson-3D-Klingen nicht mal im grossen Migros mehr gibt, auf jeden Fall nicht ohne Aloe-Zusatz, nach dem ich gar nie verlangt habe und wofür ich nicht plötzlich drei Franken mehr ausgeben will.
Wie ich sehe, haben sie den Kosmetik-Bereich am Limmatplatz ausgebaut, aber ganz offensichtlich nicht für meinen Bart. Dafür hat’s jetzt keinen Platz mehr für eine M-Electronics-Ecke.

Also mit dem Schnipsel aus dem Inserat, von meiner Mutter fein säuberlich ausgeschnitten, weiter zu M-City. Ich finde mit Mühe einen Parkplatz in 3-Min-Gehdistanz, um vor dem Migros festzustellen, dass es daselbst ein eigenes Parkhaus gäbe.
Im Laden sagt man mir dann, dass das tragbare Radio-Kassetten-CD-Gerät leider ausverkauft wäre, “der Wochenendverkauf, wissen Sie, aber morgen, morgen kriegen wir neue.”
Neidisch schaue ich einer jungen Frau zu, die in zwanzig Sekunden für den Göttibub einen Mp3-Player auswählt, also durch den Verkäufer auswählen lässt, und ziehe dann selber mit leeren Händen wieder ab.

Und zu Hause, nun, da melde ich mich nun wieder zurück auf normaler Betriebstemperatur, nachdem mein Drucker nach anderthalb Stunden, verschiedenen Neustarts und Tintenpatronenwechseln tatsächlich den Dienst wieder aufgenommen hat.

Es gibt Tage, sage ich Ihnen, da sollte man nicht aus dem Haus gehen – oder gar nicht mal aufstehen.

Aber ich werde mir Mühe geben, nachher nicht die Treppe runter zu fallen. Vielleicht kann man ja Tage, an denen nix zusammen passen will, per bloggen “abkürzen”?


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klebrig kann es sein, das Pech