Statistik, Bilanz, Qualifikation - Und was das bedeuten könnte
thinkabout.ch hatte letztes Jahr sechs Prozent mehr Besucher als im Vorjahr, die sieben Prozent mehr Seiten aufriefen als im Jahr zuvor. Ich danke sehr! Und mache, wie schon geschrieben, weiter. Gerne.
Und damit soll es genug sein mit Zahlenbeigerei. Ich habe sonst schon genug zu tun mit Bilanzen per Ende Jahr. Natürlich sind sie wichtig, aber allzu oft wird aus dem Zahlenmaterial wenig bis nichts “gemacht”. Ähnlich ist es mit den Zielsetzungen. Viele Mitarbeiter werden heute im Sinn einer modernen Unternehmensführung in Qualifikationsgesprächen aufgefordert, ihre persönlichen Ziele fürs nächste Geschäftsjahr zu nennen. Allzu oft ist es danach aber so, dass nie mehr jemand danach fragt.
Vielleicht liegt das ja auch daran, dass in diesen Gesprächen zuwenig davon gesprochen wird, wie man denn solche Ziele gemeinsam erreichen könnte? Würde man die damit definierten Verantwortlichkeiten nämlich persönlicher nehmen und sich – gerade als Chef – auch dafür verantwortlich fühlen, dass die einvernehmlich von Untergebenen formulierten Ziele auch gemeinsam erreicht werden können, so würden diese Gespräche wirklich Sinn machen:
Wenn ein Chef solche Ziele vernimmt und sie gutheisst, so ist er ja umgekehrt auch aufgefordert, in der Arbeitsumgebung, in der Förderung und Begleitung alles zu tun, dass der Arbeitnehmer sich auch entsprechend entfalten kann. Und dann wäre es auch möglich, Defizite zu benennen, bevor allzu viel Negatives sich beidseits in den Köpfen festgesetzt hat.
Ein Chef, der sich zuerst fragt, was bei ihm selbst falsch läuft, dass seine Mitarbeiter die Ziele nicht erreichen können – ist das eine Utopie?
Ein Mitarbeiter, der nicht müffelt, wenn er keine erneut deutliche Lohnerhöhung kriegt, ganz einfach, weil er auf Grund ausserordentlicher Leistungen aus einer ungünstigen Gehaltsklasse bei der Einstellung (Überangebot auf dem Arbeitsmarkt) innert ein paar Jahren mit überdurchschnittlichen Lohnerhöhungen auf das faire Level seiner Kollegen angehoben wurde und dieses nun erreicht hat – ist das zu viel verlangt?
Nein. Beides sollte eigentlich so sein. So sein können. Der Druck von oben oder unten darf nicht so gross sein – oder so stark empfunden werden, dass man sich nicht mehr als Team begreift.
Aber ein Blog ist ja eine Einzelkämpfer-Sportmatte. Und dennoch geht es auch hier immer mal wieder um Standortbestimmungen. Und die fallen zum Jahreswechsel eben leichter – auch wenn es nichts Spektakuläreres zu melden gibt als die Absicht, im grossen und Ganzen so weiter verfahren zu wollen, wie bisher. Ach ja, etwas will ich dann doch noch fallen lassen:
Es könnte sein, dass die Einträge etwas zahlreicher werden. Dass es einen stärkeren Mix zwischen kurzen Hinweisen und längeren Exkursen gibt und daraus mehr ein Blog- UND ein Notizbuch wird. Wir werden sehen.
Und lesen und schreiben, wie es für mich und Sie zum Leben gehört.
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