Respekt - Gradmesser unserer Grundhaltung
Wenn wir keine Liebe erfahren, bringt uns der Tag nicht zum Singen. Erhalten wir aber auch keinen Respekt, können wir ihn nicht mal schweigend ertragen.
Respekt scheint nur eine Erziehungsfrage zu sein. Aber es ist weit mehr. Er scheint ein Minimum darzustellen, und bedeutet doch eine Grundhaltung in unserem Menschsein. Und wir alle werden feststellen, dass wir unsere Vorbehalte anbringen, ein Wohlverhalten voraussetzen.
Wie definieren Sie selbst Respekt?
Gleichgültigkeit ist wohl sicher weniger als das. Doch wo beginnt sie? Und was darf mich nichts angehen, gleichgültig lassen?
Missachtung, Verachtung – in unseren extrem umtreibenden Gefühlen werden wir deutlicher spürbar, für uns selbst. Getrieben, wie wir dann sind.
Und gelebter Respekt – wie schnell wird er zu Achtung? Was weckt unser Wohlgefallen? Und die Liebe, nicht die schwärmerische, sondern die gütige, mitmenschlich glimmende – sie überhöht den Menschen nicht, masst ihm nicht mehr zu als er sein kann, kennt keine Klassen, nur Annahme.
Und eine respektierende Liebe nimmt nicht Besitz, sondern wünscht Freiheit und nichts so sehr, wie ein Grund dieser Freiheit zu sein.
