Lebensträume sind nie vergebens
Douglas Bostock, Chefdirigent des Aargauer Symphonie-Orchesters, auf die Frage nach Lebensträumenn, die er aufgegeben habe:
Er nennt den Traum, Patron eines Restaurants zu werden, um dann anzufügen:
[Einen Lebenstraum] Aufgegeben heisst aber nicht, dass es nicht passieren wird!
Diesen Satz finde ich genial!
Wir sind es gewohnt, immer wieder zu hören, dass man für seine Ziele einfach nur hart arbeiten muss. Jeder ist seines Glückes Schmid, und der Staat, ja der Nachbar, soll sich bitteschön aus meinen eigenen Angelegenheiten heraus halten. Es zählt Leistung, Strebsamkeit, und dann ist alles möglich.
Und doch kann man scheitern. Und am Schluss an der eigenen Verbissenheit ersticken.
Da hat es doch eindeutig mehr Charme, ohne dass man gleich als Nichtsnutz verdächtigt werden muss, wenn man denken (und danach handeln kann):
Es lohnt sich, für seine Ziele Energie zu investieren und nach seinem Glück, seinen Träumen zu streben. Der Staat, Nachbarn, mein ganzes Umfeld stellt die Voraussetzungen, dass ich daran arbeiten kann, und wenn nicht, kann ich versuchen, es zu ändern oder dankbar sein, dass ich nicht mehr behindert werde. Leistung, Strebsamkeit fördert die Konzentration und ein intaktes Umfeld macht vieles möglich.
Ob ich reussiere, weiss ich nicht. So oder so werde ich viel lernen und am Schluss zu danken haben.
Und wer weiss – vielleicht fällt mir bald schon etwas zu, was ich nicht mehr zu erhoffen wagte…
Der Satz zum Anfang zeugt von der Fähigkeit, sich vom Leben überraschen zu lassen und stets noch ein weiteres besonderes Ereignis in keinem Fall ausschliessen zu wollen. So macht das Leben Spass und kein Traum wird für die innere Leere geträumt, sondern für den neugierigen Blick voraus.
