Pläne schmieden
Meine Pläne für die Zukunft sagen mir nur, was mir nach meiner eigenen Einschätzung an meiner Gegenwart nicht behagt.
Für alles andere taugen sie nicht.
Der Mensch denkt und Gott lenkt, heisst es. Ich habe, seit ich denken kann, immer wieder Pläne für meine Zukunft gemacht, und wohlmeinende Erwachsene haben mir, dem Teenager, schon gesagt, dass ich das nicht tun sollte, da das Leben seine Überraschungen bereit halte.
Ich habe es nie lassen können. Wahrscheinlich ist das auch Veranlagung. Mir haben diese Gedankenspiele immer geholfen, meine eigene Befindlichkeit klarer zu sehen. Bin ich zufrieden mit meinem Leben?
Und vor allem habe ich mich immer gefragt: Was ist, wird sein, wenn sich meine Pläne nicht umsetzen lassen?
Das hat mir jeweils geholfen, nicht nur gelassen in die Zukunft zu blicken, sondern auch mit meiner Gegenwart besser im Reinen zu sein:
- Das Leben ist nicht so zynisch, dass es über meine Pläne und Träume nur lacht. – Das Leben ist nicht so grau, dass es ohne Wert ist, wenn sich die Änderungen nicht umsetzen lassen.
Ich finde, dass beide Sätze für das Schmieden von Plänen sprechen. Wobei ich das weit fassen möchte:
Eine Vorstellung haben davon, wie mein nächster Tag, mein nächstes Jahr, meine nächste Stunde aussehen soll.
Wobei ich folgendes Vorgehen vorschlage, wenn die Pläne mal gemacht sind:
Dann einen gelassenen bis neugierigen Gedanken folgen lassen: Und jetzt bin ich gespannt, wie es wirklich sein wird.
Dann mich entspannen, den Gedanken in die Zukunft verkürzen, bis er sich nicht mehr um den nächsten Tag, die nächste Stunde dreht, sondern um den nächsten Augenblick.
Und dann bin ich schon fast im Jetzt angekommen und kann darin für mein Morgen arbeiten…

