Ein Tag der Geschichten
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Interclub. Auf der Tennis-Anlage finden sich Generationen ein: Vom Drei Monate alten Säugling bis zum achtzigjährigen Senior sind immer wieder Leute da, die spielen oder zusehen, Freunde begrüssen, Gäste unterstützen, einen Kaffee trinken, zuschauen, wie die Spieler auf dem Platz Geschichten schreiben:
Jede Partie gebiert viele kleine Geschichten, die alle etwas über Dich erzählen. Die Art, wie Du Dich konzentrieren kannst, oder eben nicht, die schweren Beine, der bleierne Kopf, der Knacks im Spiel, oder genau das Gegenteil: Die Wende, eine Unbeschwertheit, woher sie auch kommen mag, sichere Hände, Druck im Spiel, Selbstvertrauen.
Am Ende sind wir pudelnass, weil es zwischendurch geregnet hat, essen danach geduscht alle zusammen bei Sonnenschein, und ich muss an die Menschen denken, die sich an einem solchen Ort begegnen – mit allen ihren Geschichten. Unsere Gäste – das sind sie mehr denn Gegner – haben in einem früheren Jahr freiwillig auf den Aufstieg verzichtet, weil ihnen das “zu strub” geworden wäre. Womit die Prioritäten unter uns geregelt wären. Und dennoch bin ich nach so einem Tag und einem Einzel und Doppel ziemlich ausgelaugt. Aber mein Körper fühlt sich heute gesund erschöpft an. Nicht überanstrengt, aber gefordert, und im Kopf sind helle Gedanken an einen schönen Tag. Der kein Märchen war. Sondern ein Stück Glück in Form von Freizeit.
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