Blogoscoop - Erste Einschätzungen
Ein Blogcounter, der auch ein Blogführer werden kann.
Seit kurzem steht namentlich der deutschsprachigen Bloggerszene ein neues Blogportal zur Verfügung, das nicht nur Rankings aller angemeldeten Blogs anbietet, sondern die Anwender geradezu einlädt, selbst neue Querverbindungen unter den Blogs zu entdecken oder herzustellen. So kann man seine Blogs bei der Anmeldung mit fünf Themen-Stichwörtern versehen – und das System generiert Listen jener Blogs, mit denen man die meisten Übereinstimmungen aufweist. Rankings erfolgen nicht (nur) auf Grund der Anzahl Page Impressions oder der Verlinkungen durch andere Blogs, aber auch: Der Witz ist, dass man die Abfrage steuern kann und damit z.B. auch mal nach besonders alten Blogs forschen kann.
Abgesehen von den immer wieder interessierenden Fragen, wer denn den höchsten und schönsten Gockelkamm besitzt, wenn man sich die PI-Graphiken anschaut, scheint mir eher interessant, dass die Abfragemöglichkeiten vielfältig sind und ich so verfolgen kann, ob das Blog seine Leser behält oder nicht. Zudem kann jedes angemeldete Blog auch bewertet werden. Auch wenn mir die Bewertungskriterien nicht unbedingt schlüssig erscheinen, sind mir persönlich solche Möglichkeiten mindestens so lieb wie reine Statistik.
Kommt noch dazu, dass sich Blogger auf dem Portal auch ihre persönlichen Favoritenliesten anlegen können und auch unter einander kommunizieren können.
Was mir noch fehlt, ist eine bequemere Suchfunktion, mit der ich von praktisch jeder Unterseite aus nach Bloggern und Blogs suchen kann.
Für den Erfolg braucht das Projekt, das sehr sorgfältig aufgegleist scheint, offensichtlich eine lange Testphase in einem geschlossenen Modus hatte und nun seit wenigen Wochen als Beta-Version frei zugänglich ist, eigentlich nur noch eines: Anmeldungen, damit das Ganze Dynamik bekommt und Aussagekraft.
Immerhin sind es nun schon rund 2000 Blogger, die sich registrieren liessen. Ende Jahr könnte es leicht ein Mehrfaches sein. Ich wünsche es den Betreibern, denn es stecken wirklich ein paar sinnvolle Abfragemöglichkeiten und entsprechend neue Ideen dahinter. Und: Auch dieses Projekt beruht ganz offensichtlich auf viel Freizeitarbeit. Oder gar ausschliesslich. Nur Mut Jungs, das kommt gut!
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