Vom Lauf und der Fallstrickleiter und ...
Wie viele unsichtbare Bindungsnetze mag es wohl geben, die uns begleiten?
Es ist Ihnen ganz bestimmt auch schon gegangen, dass Sie just in dem Moment an jemanden gedacht haben, als das Telefon läutete, und genau diese Person in der Leitung war.
Oder aber Sie haben einen Lauf. Im Sport nennt man das “Momentum”: Es gelingen Ihnen Sachen, und Sie wissen gar nicht, warum. Sie mögen sich Mühe geben, klar, aber das gilt sonst auch.
Leider gibt es auch das andere. Sie haben kein Glück – und dann kommt auch noch Pech hinzu. Computer sind im Hause Thinkabout eine wichtige Sache geworden. Vor allem wegen dem Internet, diesem Dings, das worldweit webt. Meistens klappt ja alles wunderbar. Oder es klappt zumindest. Aber manchmal… können Sie es vergessen. Plötzlich will der Pop- und smtp-Server von Thinkabouts Wife Ihrem Webmailer wieder mal das Passwort wissen – und wo bitte ist es? Keine Ahnung.
Oder Thinky will mal eben die Bilder ein bisschen büscheln. Und bald darauf herrscht Mattscheibe. Oder fast. Ganz bestimmt will an einem solchen Tag, falsch, in einer solchen Periode, wie lange sie dauern wird, weiss kein Mensch, auch gerade der Kuchen nicht aus der Form kommen oder irgend eine andere Benutzersoftware macht Zicken. Und so gehen die Stunden ins Land und die Tage. Und die Nerven irgendwie auch.
Deswegen ist es hier etwas ruhiger. Aber eines ist schon sehr schön: Das Bloggen ist im Grossen und Ganzen herrlich normal geworden. Ich kann mich noch erinnern, wie man sich vor Jahren die Blog-Statistiken um die Ohren geschlagen hat, wie nach Akzeptanz und Relevanz gehechelt wurde. Irgendwie ist das vorbei. Wenn heute in einer Zeitung über die Un-Bedeutung von Blogs gelästert wird, mag das Blogger kaum mehr jucken. Es gibt sie ja. Es gibt uns. Wir leben unser Leben. Dazu gehört Bloggen. Ich frage ja auch nicht, warum Sie ausgerechnet Tontauben sammeln, oder Aquarelle malen, obwohl das wahrscheinlich nie jemanden interessiert. Und das Entscheidende: Genau das, liebe Leser, ist ja gar nicht wahr. Es interessiert. Weil es interessant ist. SIE machen es interessant. Sie geben ihm Wert. Ihrem Hobby, Ihrer Arbeit. Alles hat einen Wert jenseits einer vorgefassten Anerkennungslimite, die irrtümlicher ist als jede andere menschliche Wahrnehmung.
Sie aber nehmen sich wahr in Ihrer Kreativität. Sobald Sie etwas tun, wonach Sie Lust haben. Ob das auch fürs Fernsehen gilt? Weiss ich nicht. Aber ich gehe nun trotzdem fernsehen. Hab einfach Lust dazu und für nichts anderes gerade Energie.
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