SMS zum Tag: Der Menschen Stolz und unsere Anerkennung
Stolz ist ein Wert, den man vor dem Spiegel verliert oder behält, egal, was die Leute sagen oder sehen.
Mir machen Menschen unheimlich Eindruck,
- - die hartnäckig an ihrer inneren Orientierung festhalten können, auch wenn ihnen die äussere Anerkennung fehlt
- - die wenig Energie darauf verschwenden, beeinflussen zu wollen, wie über sie gedacht wird
- - die richtig mit aufrichtig verbinden können.
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Wir sollten dann, wen wir “Publikum” sind, ein wenig mehr darauf achten, was für uns selbst Menschen erfolgreich und beachtenswert macht? Sind es nur die Sieger?
Man stelle sich vor, das Fernsehen würde eine Saison lang in jedem Skirennen einen Fahrer herausheben, der an diesem Tag eine ganz eigene besondere Geschichte schreibt – und dabei vielleicht siebzehnter wird.
Oder einen Bundesligaspieler, der an dem Spieltag eine erkennbar besondere Haltung beweist. Wir sehen Übertragungen aus der Warte von dreissig Kameras, aber es wird wohl kaum eine Sendeanstalt geben, die für ein solches Projekt journalistische Manpower abstellt und bezahlt, oder?
Und das hat wohl wesentlich damit zu tun, dass wir in einer Nachricht erfahren, welcher Einheimische gewonnen hat, aber nicht, wer Zweiter und Dritter geworden ist – oder, noch schlimmer, welcher “Eigene” Zweiter wurde, aber nicht, wer gewann. Es fällt uns vielleicht auf, vielleicht fragen wir uns sogar kurz: Und wer hat denn gewonnen? Aber wirklich protestieren gegen diese schleichende Form des Chauvinismus und damit fehlenden Respekt? Nein. Und genau so behandeln wir Menschen auch im Job. Es gibt Sieger und Verlierer. Und die Spielregeln dafür lassen wir uns aufzwingen. Und damit das Wertesystem. Wollen wir das wirklich? Wollen wir selbst danach beurteilt werden und damit immer weniger beispielhafte Geschichten von Menschen hören und miterleben, die Gegenwerte setz(t)en und damit wahnsinnig Mut machen, nicht zu verleugnen, was wir doch besser kennen als jede fremde Einschätzung: Was richtig für uns ist.
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