Mein Zürich
Ich liebe es, “meine Stadt Zürich” zu zeigen. Und dann laufe ich dahin, Schneetreiben hin, Wind her, mit meinem Kollegen im Schlepptau, und lotse ihn die Gassen entlang und in die Fraumünsterkirche, und es ist, als würde ich die Augen des Kollegen nicht oft genug zu den meinen machen können: Hier laufe ich Woche für Woche lang, hier sitze ich in aller Ruhe, hier lasse ich mich von den engen Gassen beschützen, hier stehe ich und blicke aufs Wasser. Hier bin ich Woche für Woche mir sehr nah.
Hier bin ich daheim.
An einem der schönsten Flecken Europas. Das, zumindest, glaube ich ganz fest.
Und mein Kollege? Er pflichtet mir bei.
Also: Was ich weiss, ist, dass ER weiss, was sich gehört. Aber auch, dass er wirklich einen guten Geschmack hat. Der Kerl weiss, was schön ist. Und nun kennt er einen weiteren solchen Ort. Und er hat eine Vorstellung von meinen freien Tagen. Auch das ist schön. Heimat teilt man gern.
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