Mannschafts- oder Einzelsport?
Was lässt jemanden einen Einzel- oder einen Mannschaftssport wählen?
Ich glaube, dass es dafür neben dem Zufall, zu welcher Sportart man als Kind Zugang findet, durchaus klare Gründe gibt, und ich zähle dabei gerne – mit Erfahrungen im Tennis wie im Fussball – eigene auf:
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Ich bevorzuge den Teamsport, obwohl ich heute eigentlich nur noch Tennis aktiv spiele. Bezeichnenderweise spiele ich auch da – wenn die Intensität stimmt – lieber Doppel als Einzel:
Ich gewinne und verliere lieber im Team. Ich finde es ein Stück weit peinlich, am Ende allein da zu stehen – ob als Sieger oder Verlierer. Und ich konzentriere mich besser, wenn ein Fehler für jemand anderen ebenfalls direkte Auswirkungen hat. Ich kann mich an seinem Lauf aufbauen oder bei dessen schwacher Phase versuchen, zu helfen. Ich bin nicht nur mit mir selbst beschäftigt, sondern immer auch auf einen Partner fokussiert. Und ich finde es psychologisch höchst interessant, eigene Fehler einem Kollegen zumuten zu müssen – oder eben mit dem starken eigen Spiel den andern herausreissen zu können.
Über ein Spiel, über eine Meisterschaft hinweg erst recht, gibt es unzählige Augenblicke, in denen das Momentum wechseln kann, die tragende Rolle von der einen Person zur andern wandert. Und in all dem haben wir noch keinen Ton über die Gegner verloren, deren Funktionieren als Team man sehr wohl registriert: Agieren sie homogen, oder sind sie sich uneins, ärgern sie sich gar über Fehler des andern und verlieren dadurch die Konzentration für die eigenen Aufgaben?
Und dann vor allem dies: Sieg und Niederlage sind als Team einfach anders zu geniessen. Es ist immer jemand da, der sich mit freut, oder der mit leidet. Und mit dieser Komponente bin ich gross geworden, das hat mich die Demut für den Sport gelehrt und auch den Respekt für die Gegner gefördert.
Es gibt dabei auf jedem Niveau magische Momente, in denen die Verbindung zwischen den Spielern, und die Bindung und das Verständnis für die eigene Aufgabe und Rolle absolut verinnerlicht werden und alles ganz leicht geht.
Das ist, eben, magisch, schön.
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