Kurzer Pieps aus Saigon
Also, Freunde, ich bin definitiv kein On-The-Move-Freak fuer Twitter-Bloggen oder so. Ich reise. Oder schreibe. Zumindest online. Allerdings: Tagebuch schreibe ich nicht weniger, wie “befuerchtet”, sondern mehr, aber anders. Und ich schreibe nicht allein!
Lassen wir uns doch alle ueberraschen. Auf jeden Fall geht es uns gut. Und Saigon, wo wir heute spaetnachmittags angekommen sind, ist eine hochmoderne, pulsierende Weltmetropole, wie uns scheint.
Immer wieder unfassbar: Wie willkommen wir ueberall sind. Die Menschen leben im Jetzt, und es soll ihnen einfach jeder, der Politik oder religioesen Eifer im Sinn hat, gestohlen bleiben. Von Politik und Ideologien scheinen die Menschen, zumindest die, welche wir treffen, so was von genug zu haben. Dafuer pflegen sie das Zusammenleben der verschiedensten Religionen. In allen Pagoden oder Tempeln, die wir besuchen, herrscht eine sehr friedliche Atmosphaere.
Es ist ein Geschenk. Mein Herz ist voll, und die schwimmenden Maerkte vor Chau Doc sind wunderschoen, aber auf den Fotos wird es nicht zu sehen sein. Auch das ist schoen: Es gibt Dinge, die muss man selber sehen.
Ach, ich komme ins Plappern. Aber ich bin ja in gut zwei Wochen wieder zu Hause. Dann werden sich mit der Zeit mehr als nur Splitter hierher verirren. Bis dahin bleibt das gute alte SMS. Alles andere funzt hier ausserhalb von Internet-Cafes nicht. Und fuer die fehlt mir schlicht die Zeit – so gut geht es mir, uns.
Gruesse von Thinkabouts Wife – wo immer Sie das lesen moegen.
