Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Jeder Zeit ihre Gedanken

∞  4 Dezember 2007, 14:07

Die Gedanken springen. So vieles würde ich gerne tun.

Was soll ich da von den Pendenzen halten, von Papieren, die ihre Eselsohren wie Mahnfinger nach mir ausstrecken und sagen: Schön bei der Stange bleiben, Meister!

Alles hat seine Zeit, sagt man. Aber viel zu wenig gönnen wir es uns, oder können wir es uns leisten, die Gedanken fliessen zu lassen.

Obwohl… Wenn da plötzlich Zeit ist und nichts zu tun – was machen wir dann? Wir schauen uns um nach der nächsten Zeitung, dem Radioknopf oder zerstreuen sie sonst, die drohende Stille. Ja, vor dem Gedankenrausch steht die Stille. Ich höre auch das Wasser nur Rauschen, wenn da keine anderen Geräusche ihn übertönen. Und erst dann erscheint mir das Singen der Vögel so hell, wie sie wirklich klingen. Wenn ich hinhöre.

Und weil aus der Konzentration heraus auch eine Stille entsteht, eine gefestigte Bündelung der Gedanken begünstigend, nehme ich halt nun diese Option wahr und mache weiter an meinem überladenen Tisch. Alles hat seine Zeit.