Gewissheit winkt oder droht
Das Schweizer Fernsehen berichtet seit acht Uhr morgens rund um das Starstpiel der Schweizer Fussballnationalmannschaft an der EM, das auch das Eröffnungsspiel ist.
Ich habe ein paar Mal reingeschaut, und immer wieder wurde mir bewusst, dass für so viele Beteiligte nun eine zweijährige Vorbereitung dem Ende zugeht. Jetzt ist der Moment nicht mehr weit, in dem man Gewissheit bekommt über die Qualität der Vorbereitungen, den Realismus der Erwartungen, die Funtkionalität der Logistik etc.
Die Schweiz präsentiert sich. Auf verschiedensten Ebenen. Zwei Jahre Vorbereitung für die Mannschaft. Ohne Ernstkampf. Das zweitjüngste Team der EM hat seit zwei Jahren kein Wettbewerbsspiel absolviert. Im defensiven Mittelfeld bestimmen mit Fernandes und Inler zwei ganz junge Spieler das Geschehen, die noch keinen einziges Spiel mit der Nati bestritten haben, bei dem es um Punkte ging.
Was mich immer faszinieren wird an diesem Spiel: Die 22 Spieler auf dem Feld gehören zu den besten ihres Fachs in Europa. Sie bewähren sich in internationalen Ligen, hier auch Inler in Udinese und der noch viel jüngere Fernandes bei Manchester City – aber niemand weiss, wie die Mannschaft funktionieren wird. Es bleibt ein Spiel des Teams. Wer als Team am besten funktioniert, schafft erst die Grundlage, um erfolgreich zu sein. Und dann? Dann entscheidet eine geniale einzelne Aktion vielleicht das Spiel – oder ein kleiner Fehler.
Die Mannschaften sind so nahe bei einander in ihrem Leistungsvermögen – mindestens über nur einmal 90 Minuten gerechnet. Dass man von den Schweizern auf Grund ihrer Leistungen in den letzten knapp 20 Jahren nicht (mehr) sagen kann, dass sie, wären sie nicht Ausrichter, NICHT dabei wären, das haben sich die letzten zwei Spielergenerationen als Ganzes schon verdient – und das macht mich stolz.
Go for the Goal – und nie vergessen: Es ist ein Spiel. Und damit ein Fest.
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