Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Gedankenzwirbeleien

∞  3 Februar 2010, 16:54

Immer wieder ist es ein Wunder, unbeschreiblich schön: Wenn das Grau des Hochnebels plötzlich aufreisst und die Sonne durchbricht: Plötzlich ist die Welt blau und strahlend weiss, die Schneedächer glitzern, und es ist, als hätte eine Zauberhand eine komplett neue Welt gebaut. Dabei ist es das gleiche Dach wie zuvor, das ich ansehe… Tja, liebe Menschen, und was passiert umgekehrt mit uns, wenn wir uns einmal anlachen lassen von Mitmenschen, vom plötzlich geschenkten Blick für all das, was gut ist in unserem Leben? Auch wir können, empfangen wir das Licht (und machen dafür die Fensterläden auf), ganz anders wirken mit unseren Talenten, eine ganz andere Leuchtkraft in allen unseren persönlichen Farben entwickeln. Wir sind eine Pracht, ein Wunder, ein einmaliges Geschöpf.

Derweil ich solches denke, schliesse ich eine Arbeit ab, die mich schon lange “quält”, weil sie mir einfach zuwider ist, und alles ist am Ende halb so schlimm, denke ich, wie immer, gebe ich mir zu. Ich musste es nur hinter mich bringen. Vor mir habe ich weiter eine schöne Mail, ein neuer Kontakt, der sich wie ein weiterer Lichtstrahl in mein Leben schmeichelt, der durchs Fenster fällt und an dem sich der Zimmerstaub entlang kräuselt, als hangelte er sich vorwärts, und ich freue mich einfach daran – und auf die Herausforderung, einem interessanten Geist ein wenig von dem zurück zu geben, was er mir schenkt: Anregung.

Ich lese darin ein Zitat von einem Blogger, der meint, dass Weblogs vor allem deshalb immer weiter befüllt würden, weil dem Blogger sein letzter Eintrag peinlich wäre, und er deshalb schleunigst dafür sorgen müsse, dass der besagte Eintrag nicht mehr zuoberst stehen würde…

Aber deshalb habe ich dieses Artikelchen nicht geschrieben, nein, nein. Denn ich bin ja ein kluges Kerlchen, das weiss, was dies bedeuten würde: Dass noch viel schneller für den nächsten Artikel Bedarf auszumachen wäre. Ich käme ja aus dem Schreiben nicht mehr heraus, aber Sie wohl sehr schnell aus dem Lesen. Man kann ja bekanntlich nicht nur ein Buch zuklappen, sondern auch einen Laptop. Noch viel schlimmer: Schon mit einem Click sind Sie weg…

Jetzt “dürfen Sie”, wenigstens für den Moment, denn im Augenblick habe ich fertig.