Fehler - ja! Und Stärken auch.
Mit mir selbst verbindet mich Vieles oder nichts.
Es liegt ganz an mir. – Von der Kraft, Schwächen annehmen zu können.
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Es braucht so viel Mut, schwach zu sein, Verletzlichkeit zu offenbaren, ja, nur schon einen Fehler zuzugeben… Tatsächlich aber ist auch jede Abschottung, jedes zurückhaltende Verhalten nur bedingt ein Schutzmechanismus: Es bedeutet, sich nicht der Gefahr auszusetzen, niedergemacht, kritisiert, ausgelacht zu werden. Darin liegt ein Schutz – aber keine Stärke. Wir bleiben verletzlich, fehlerhaft, und indem wir uns verbergen, geben wir anderen die Macht über uns, härter darüber zu urteilen, als wir es selbst machen würden.
Ja, wir machen Fehler. Ja, wir können auf Grund unserer Erfahrungen mit gewissen Situationen nicht gut umgehen. Wir haben keinen ausbalancierten Charakter, die Stimme ist zu laut, der Mund schief, was weiss ich. Ich könnte ein Jahr lang jeden Tag über Dinge schreiben, die mir an mir nicht gefallen.
Falsch daran ist, dass ich womöglich nicht genau so lange über Dinge schreiben könnte, die ich an mir klasse finde. Und schon gar nicht würde ich darüber reden:
Wer aber seine Fehler aushält, wer sie annehmen kann, der ordnet auch seine postivien Eigenschaften vernünftig ein, fern von Selbstüberschätzung und ohne den bemühenden Drang, sich gut darzustellen. Es gibt nichts Herrlicheres, als mit sich selbst entspannt umgehende Menschen – denn sie sind auch gern so frei, sich ohne Vorbehalt neugierig auf uns einzulassen.
Es ist Zeit, in den Spiegel und den Menschen ins Gesicht zu schauen und zu leben. Genau so, als wäre der nächste Moment so besonders wie wir selbst…
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