Ein Kapuziner mit Putzfimmel
Das kuriose Erlebnis des heutigen Zoobesuchs in Zürich habe ich mir für diesen separaten Tagebuch-Eintrag aufgespart:
Ein Gelbbrustkapuzineräffchen ist mir aufgefallen, denn es zog etwas Grosses, Klobiges, im zur Schlaufe geformten Schwanz hinter sich her. Es war eine Handbürste aus weissem Plastik mit schwarzen Borsten.
Und dann staunten wir nicht schlecht: Es nahm die Bürste in die Hände und begann damit das Trinkbecken zu schruppen, um dann mit der Bürste, die so lang war wie es selbst, zum Durchgang ins Nachbarkäfig zu hetzen, wo es… tatsächlich die Trittleiste im Durchgang zu schruppen begann. Das ging mehrmals hin und her, mit dem Ergebnis, dass das Trinkbecken schliesslich tatsächlich von jedem Wassertropfen, aber auch von Dreckkrümeln befreit war, und die Trittleiste auch.
Der Eifer, die Intensität und die Hektik, mit der der Kapuzineraffe dies alles ausführte, liess vermuten, dass er eine pingelige Mutter haben musste, die schon lange in Schweizer Gefangenschaft lebte, und/oder dass er Damenbesuch erwartete…
