Ego-Tripper auf dem Tennisplatz
Besuch auf dem Tennisplatz. Sechzigjährige Herren spielen Interclub. Mit Eifer, gutem technischem Rüstzeug und Ehrgeiz. Und darin liegt der Antrieb, aber oft auch das Problem. Da quält Mann sich durch ein Einzel, wei es wichtig für die Ranglistenpunkte ist – und steht danach im Doppel wie eine halbtote Fliege auf dem Platz. Nicht zuletzt auch zum Missvergnügen des Partners. Und der Mannschaft. In keinem andern Teamwettbewerb spielen klassische Individualsportler, wie es Tennisspieler meistens sind, so sehr pro forma für ein Team. Nicht wenigen “stinkt” es schlicht, Doppel zu spielen, denn deren Ergebnisse sind für das persönliche Ranking absolut unerheblich – und damit verschwendete Zeit? Befremdend ist für mich daran vor allem, dass dieses Verhalten eher bei älteren Semestern zu beobachten ist, als bei den Jüngeren. Also bei jenen, die im Grunde um die goldene Ananas spielen und damit doch im Grunde zum Spass.
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