Dirk Bach
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Eine der schrillsten Figuren der deutschen TV-Unterhaltung ist tot. Und die Bestürzung darüber ist genau so echt, wie Dirk Bach authentisch war.
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Er war der absolut komische Knuddelbär, das kugelrunde Gummibärchen aus Fleisch und Blut. An ihm war eigentlich alles rund, inklusive seiner Kulleraugen, und ich habe mich stets gefragt, ob Dirk Bach eine innere Not zur äusseren Tugend gemacht hat, indem er seine Gardemasse, die jeder Schönheitsnorm widersprachen, zum öffentlichen Programm machte. Aber an ihm wirkte nichts aufgesetzt, er blieb für mich im schrillsten Kostüm authentisch und konnte darin Witze machen, die ich jedem andern übel genommen hätte.
Sehr oft schaffte er in öffentlichen Auftritten das schier unmögliche: Er karikierte alles und sich selbst zuerst, ohne dass man vergessen hätte, dass dieser Mann alles andere als nur eine Saftnudel war. Wenn man Dirk Bach einmal zu einem ernsten Thema gehört hat oder ihn zum Beispiel bei einer seiner zahlreichen Engagements für einen wohltätigen Zweck beobachten konnte, dann war leicht zu spüren, dass in diesem Menschen eine Kraft war, die sich mit Verve und messerscharfem Verstand auf eine Herzensangelegenheit konzentrieren konnte.
Dirk Bach war ein wandelndes Kraftwerk der herzlichen Emotionen. Ich bin sicher, dass es einem in seiner Nähe kaum je kalt werden konnte. Es ist zu befürchten, dass diese besondere Figur zu jenen Seelen gehörte, deren Kerzendocht an beiden Enden brannte. Und ich hoffe sehr, dass das, was er dabei versprühte, seine Jahre wenigstens auch für ihn selbst so viel intensiver machte, dass die einundfünfzig Lenze so viel für ihn hergegeben haben, wie für andere deren achtzig.
Ich bin traurig.
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