Mein Schreiben. Täglich.

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Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Die Jugend - unser Kapital?

∞  24 Februar 2011, 21:12

Jugend ohne Arbeit. Das hat Sprengkraft. Weltweit. Vor allem aber auch bei uns. Wir stecken mittendrin.


Ich habe vor einigen Tagen einen Blogartikel des geschätzen Relax-Senf gelesen, der alles andere als Senf zum Thema hatte, aber ein grosses Dilemma offen legt, gegen das noch viel zu wenig deutlich angekämpft wird. Ich rede von der Jugendarbeitslosigkeit. Aber ich meine damit nicht so sehr die Jugendlichen in Libyen und anderen arabischen Ländern, wo die demographische Verteilung in der Bevölkerung einen enorm hohen Anteil von jungen Menschen ausweist – aber kaum eine Arbeits- und Bildungswelt, die dem gerecht würde.
Aber wie schon angedeutet: So weit weg müssen wir gar nicht blicken. Nein. Ich möchte auf die Jugendarbeitslosigkeit in Europa hinweisen. Und zwar direkt vor den Toren Deutschlands und der Schweiz.
Während wir feststellen, dass die Jungen sich heute enorm für Lehrstellen einsetzen und unter Umständen hunderte von Bewerbungen schreiben müssen, ist man im benachbarten Ausland schon viel tiefer im Schlamassel:
Laut Relax-Senf weisen die einzelnen Länder folgende Zahlen aus:

Jugendarbeitslosigkeit im Jahre 2010


Italien 29 Prozent
Frankreich 25 Prozent
Schweden 24 Prozent
Irland mehr als 30 Prozent
Spanien 43 Prozent (!)
Polen, Slowakei und Ungarn weisen alle gut zwischen 25 und 35 Prozent aus.



Weltweit ist die Jugendarbeitslosigkeit ein beängstigendes Problem. Für die 27 EU Länder wird für 2010 eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 20 Prozent in der Altergruppe 15 bis 24 Jahre, ausgewiesen.


So kann man es bei Relax-Senf nachlesen.

Hier sitzen wir auf einen enorm gefährlichen Pulverfass. In den meisten asiatischen Staaten gibt es umgekehrt besonders viele sehr gut augebildete junge Arbeitnehmer. Nur leidet dabei vor allem China gleichzeitig unter einer Überalterung der Bevölkerung. Wir haben also sehr „junge“ Staaten mit viel Jugendarbeitslosigkeit – und manche überalterte Bevölkerungen mit einem enormen Kostendruck für die nachrückenden Generationen. Entweder, die Jungen haben kaum Arbeit – oder aber sie müssen enorm für andere schuften.
Das birgt enormen sozialen Zündstoff.

Die Globalisierug macht die Märkte immer dynamischer, grösser. Dabei aber verkleinert sich im Grunde unsere Welt. Umweltprobleme, Jugendarbeitslosigkeit, Wasserknappheit etc. Die Probleme bestehen weltweit. Die Lösungsansätze auch?
Wann rücken wir zusammen und schaffen Regeln, welche wirklich greifen können? Und für alle gelten, von allen angenommen werden?