Der zerfliessende Tag
Gewisse Tage zerfliessen einfach. Sie plätschern so dahin, passen sich dem trostlosen Blick aus dem Fenster an.
Die Zeit rinnt in Regentropfen zu Boden, läuft aus.
Du schaust zurück und doch eigentlich nirgendwohin und bist unzufrieden, weil doch so wenig geschafft wurde, heute.
Nicht mal das mag ich ermessen, was doch heute durchaus lief, seinen Gang nahm, vorwärts getragen wurde.
Manchmal müsste man den Dingen vielmehr seinen Lauf lassen können und mal ein Gespür dafür bekommen, dass sich die Räder nicht unbedingt dann am leichtesten in einander verzahnen und sich gegenseitig antreiben, wenn man selbst wie wild dafür geschraubt hat. Oft helfen die Umstände, und manchmal zicken die auch.
Fest aber steht: Es ist gut, kann man sich bewusst werden, dass es für einen erfolgreichen Tag immer auch gute Umstände braucht – und vermag man damit zu leben, ja gar ein Bewusstsein dafür bekommen, dass es immer Kräfte gibt, die unterstützen können, die ein Wörtchen mitreden – so darf man auch schwierige Tage kommen und gehen lassen.
Gläubige Menschen, die überzeugt sind, dass sie eine göttliche Macht leitet, haben eine wunderbare Chance, eine ganz besondere Gelassenheit zu entwickeln. Ein Vertrauen in den nächsten Augenblick und ein Ablegen jeder Angst vor der Zukunft.
![]()
