Das letze SMS zum Tag
Dies ist nun also eine kleine Ankündigung in eigener Sache: Was Sie unten lesen, ist mein letztes SMS zum Tag. Ich habe dies nun – mit dem Unterbruch von Ferien – etwa ein Jahr lang gepflegt, und es wird Zeit, aus diesen Strukturen auszubrechen und meine Energie wieder freier einzusetzen, auch und gerade, was dieses Blog betrifft.
Wenn es zukünftig einen neuen SMS-Spruch geben wird, fällt er mir zu, ohne dass ich ihn mir abringen muss.
Ich möchte es in meinem Blog etwas leichter werden lassen und damit auch mal das Banale riskieren dürfen, schlicht der Schreiblust wegen.
Es ist auf diesem Blog in den Wortmeldungen etwas ruhiger geworden in letzter Zeit, ohne dass es weniger Leser hätte. Das stört mich überhaupt nicht. Schwere Themen wie Tibet, die einem auch nicht unbedingt nahe sein müssen, liest man und begleitet man eh einfach still mit, im besten Fall.
Von einigen von Euch weiss ich von Euren privaten Umständen, die Euch zwischenzeitlich von hier fern halten, und dann sind meine besten Gedanken mit Euch.
Andere überraschen mich immer wieder, wenn sie wieder herfinden, auch nach Monaten. Wieder andere haben selbst so viel am Hals und müssen sich beständig gegen die Verzettelung der eigenen Kräfte wehren.
Ich denke, dass es mir und meinem authentischen Schreiben am besten zum Wohl gereicht, und damit auch den Lesern, wenn ich mir um Ihr Lesevergnügen nicht allzu viele Gedanken mache sondern eben schreibe, was immer mir Lust und Freude macht – oder meinen Ärger in positive Energie zu kanalisieren vermag.
Ich werde mich über jede weiter Begleitung freuen und möchte vor allem Eines: Immer mehr Lernender als Lehrender sein. Dazu haben mir gerade in den letzten Jahren so viele Menschen Wertvolles geschenkt. Seitdem ich blogge, ist mein Leben sehr viel öfter erfüllt von einer sehr aktiven Rekapitulation meiner Gedanken- und Verhaltensmuster – und ich teile entsprechend reiche Erfahrungen mit Thinkabouts Wife, die mich so phantastisch unterstützt, und mit Lesern und Freunden, die mich begleiten.
Ich habe allen Grund, dankbar zu sein, und trete mein letztes SMS gerne an einen ab, der bestimmt mit ganz wenigen Worten sehr viel mehr sagen kann als ich mit langen Essays:
Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.
Laozi
Fundstück: Laozi (Laotse) bei Wulf Dietrich

