Brady Dougan und die Schuldlosigkeit
Brady Dougan, CEO der Credit Suisse, hat bekannt gegeben, dass seine Bank der USA die Namen der eigenen Bankmitarbeiter bekannt gibt, oder schon gegeben hat. Dass dies ûnter dem Aspekt des Datenschutzes aus der Sicht der eigenen Mitarbeiter nicht unbedingt toll gefunden werden muss, kontert der Chef mit dem Satz:
Die Bankmitarbeiter hätten sich ja nichts zuschulden kommen lassen und damit auch nichts zu befürchten.
Das ist, Verzeihung, Herr Dougan, mehr als peinlich:
Sie bedienen sich damit der genau gleichen Fromulierungen, die Ihnen von linken Parteien her vorgehalten wurden, als Sie im Gezerre ums Bankgeheimnis Abwehr demonstriert haben.
Der ganze Wirtschaftssektor ist, immer mal wieder, ziemlich peinlich… Und verrät damit den Sinn des Bankgeheimnisses, dessen innerster Wert durchaus ein Bürgerwert wäre, gleich selbst nach Kräften.
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