Aussenposten
In jedem grösseren Firmenkonglomerat gibt es von der Zentrale “Vergessene”: Sie sind Exoten. Deren Arbeit kann aus der Ferne gar nicht richtig eingeschätzt werden. Mir scheint, dass in einem solchen Fall besonders leicht das Urteil fällt: Wir würden das auf jeden Fall mit links machen.
Dieser Jemand aber ist sehr wohl eine billige Lösung. Denn er leistet seine Arbeit mit einem Höchstmass von Loyalität. Der steigende Arbeitsaufwand wird klaglos bewältigt. “Man” behilft sich, irgendwie, aber: Der Chef und seine paar Männekens gehören nie wirklich zur Firma dazu. Der Lohn bleibt höchst durchschnittlich (die Personen sind ja schlecht ausgebildet…), die Loyalität dennoch erstklassig. Mindestens der Chef schätzt die Selbständigkeit an der Arbeit, die Geringschätzung aus der Ferne aber schmerzt…
Sehr oft steht Loyalität einem Unternehmen gegenüber in keinem Verhältnis zu irgend welchen Gegenleistungen. Geschweige denn zu einer Wertschätzung, die über das nüchternste Must hinausginge. Und doch bleibt die Loyalität erhalten.
Der Charakter bleibt, mag er auch (aus-)genutzt werden, der gleiche. Ich bewundere das sehr, und ich hoffe eben doch, dass es immer wieder gelingt, das Ego oder eben das Ich solcher Menschen doch ein bisschen zu stärken, auf dass sie weiterhin wissen, dass man nur seiner eigenen Natur gemäß handeln kann, will man mit sich im Reinen bleiben.
Eigentlich aber müsste eine Firmenkultur dazu beitragen, die Loyalität, auf die jede Firma immer bauen muss, zu fördern, statt sie zu strapazieren…
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Dabei gilt doch:
Das Befolgen und die Befriedigung höherer Bedürfnisse haben positive soziale Konsequenzen (Loyalität, Freundlichkeit…).
Darlegung von Abraham Maslow
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