Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Schluss mit diesem Bloggen

∞  11 Oktober 2008, 14:44

Dieses Blog ist zu einem Sammelsurium meines Oberstübchens geworden. Das mutet nicht nur meinen Lesern zuviel zu. Mir geht es genau so. Damit soll Schluss sein.


Dieser Ort soll wieder die beständige Aufforderung und Orientierung in meinem Leben sein, die mich immer wieder ermuntert, das täglich Neue auf das allgemein Gültige und Wahre zurück zu führen und genau dem Nachzuspüren. Es soll das Protokoll beständiger Sinnfragen sein und sich auch an dem freuen, was ich als für mich erkannt und erfahren freudig bestätigen und bekräftigen kann.

In diesem Blog hat, als Spiegelbild meines Denkens, sehr Vieles Platz. Das dürfte im Ergebnis vor allem für mich selbst interessant sein, ist aber im Ausdruck in erster Linie ein Zeichen für Breite – und nicht für Tiefe, denke ich. Ich mag mich für Vieles, ja sehr Vieles interessieren. Doch natürlich verstehe ich von diesem Vielen noch weniger als von den von mir selbst ausgesuchten Themen, die mir praktisch angewachsen sind, sich mir immer wieder gestellt haben und in denen ich mir selbst begegne, weil ich die Fragen, woher ich komme, wer ich bin und wohin ich gehe, nicht von mir weg schiebe.

Das, was wir alle von einer Sache jeweils verstehen mögen, ist so was wie ein unbestimmtes Bauchgefühl, an dem wir die uns verfügbaren und verständlichen Informationen messen. Und bei jedem Thema brechen wir seinen Sinngehalt, die Betrachtung und Beurteilung darüber, auf die Frage hinunter, ob das, was wir lesen, erfahren, reflektiert bekommen, sich mit unserem Verständnis von Wahrhaftigkeit, Sinn, Gerechtigkeit, Lebensqualität und Zeiterfüllung verträgt. Oder eben nicht.
Darum möchte ich mich wieder mehr der Sinnsuche, dem Gemüt, der Stimmung hinter und vor unseren Gedanken zuwenden, unsere Handlungen auf unsere Haltungen zurück führen und daran arbeiten, mich selbst auf meine Grundlagen zu überprüfen – und andere zu eigenen Betrachtungen darüber anregen.
Es wird hier also zukünftig weniger Artikel über die Tagesaktualität geben – und wieder mehr davon losgelöste Gedanken zu den Grundlagen menschlicher Lebensausrichtung. Mit der Authentiztität eines Nachbarn, der in Allem selbst der erste Praktikant bleibt.

Gut möglich, dass ich hier – im Stil eines Tagebuches, eines kurzen Protokolls – das jeweils aktuelle Geschehen einer Woche noch zusammenfassen werde, Links zu Lesestoff bieten möchte. Eine Übersicht solcher Quellen baue ich auch bei netvibes auf. Fast sicher, dass ich darüber auch künftig schreiben will, aber ausgelagert, in welcher Form auch immer und stets im Bewusstsein, dass im Grunde nichts so wichtig ist, wie das, was nicht von der tagesaktuellen Nachricht abhängig ist – und in bejahender Tiefe doch Alltag sein kann.


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[Bildquelle: karrierebibel.de über Blogger ]





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